top of page

Die Stressregulation im Arbeitsalltag gelingt entspannter mit diesen Mikro-Resets

  • Autorenbild: Susanne Weber
    Susanne Weber
  • 7. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn Termine dicht getaktet sind, bleibt oft keine echte Pause. Gerade nach den Ferien fällt die Umstellung vielen schwer. Die Folge: erhöhte Grundanspannung, Gereiztheit, Konzentrationsprobleme und das Gefühl, nur noch zu reagieren, statt zu agieren.


Die gute Nachricht: es gibt wirksame Möglichkeiten, um Gegensteuer zu geben.

Hier sind 3 Mikro-Resets (2–4 Minuten). Sie sind unauffällig und praxistauglich für jeden Alltag.


Mikro-Reset 1: Atemrhythmus stabilisieren (2–4 Minuten)

Box Breathing strukturiert die Atmung. Das bringt eine spürbare Beruhigung, wenn du akut unter Strom stehst.

Ablauf (4–4–4–4):

  1. 4 Sekunden einatmen (durch die Nase)

  2. 4 Sekunden halten

  3. 4 Sekunden ausatmen (ruhig, ohne Druck)

  4. 4 Sekunden halten

    → 2–4 Minuten wiederholen.

Wenn 4 Sekunden zu lang sind: 3–3–3–3, später steigern.


Einsatzmomente:

  • direkt nach einem intensiven Termin

  • vor einem schwierigen Gespräch

  • bei innerer Unruhe und/oder Gereiztheit


Mikro-Reset 2: Spannung gezielt reduzieren (60 Sek.)

Stress zeigt sich häufig zuerst körperlich: Kiefer, Schultern, Bauch. Wenn du diese Spannung kurz löst, sinkt die Grundspannung deutlich.


Ablauf (1 Minute):

  1. Kiefer entspannen: Lippen sanft geschlossen, Zähne locker. 2 ruhige Atemzüge.

  2. Schultern lösen: Schultern anheben → 2 Sekunden halten → bewusst fallen lassen. 2 Wiederholungen.

  3. Ausatmen verlängern: 3 Sekunden ein, 6 Sekunden aus, 3 Wiederholungen.


Wichtig: Atme ruhig und ohne zu Pressen. Es geht um Entspannung, nicht um Leistung.


Mikro-Reset 3: Gedankenspirale unterbrechen (90 Sek.)

Ohne bewusster Abschluss bleibt das vorherige Thema aktiv. Besonders nach aufreibenden Terminen reduziert dies deine Präsenz und erhöht die Reizbarkeit. Der nachfolgende Kurzablauf setzt eine klare mentale Grenze.


Ablauf (90 Sekunden):

  1. Stopp-Satz (5 Sekunden): „Pause. Dieses Thema ist abgeschlossen.“

  2. 1 Notiz (30 Sekunden): Schreibe genau ein To-do oder Learning aus dem letzten Termin auf. Nicht mehr.

  3. Ziel-Satz (10 Sekunden): „Im nächsten Termin ist mein Fokus: ____.“

  4. 1 Atemzug als Abschluss (5 Sekunden): Einatmen – langsam ausatmen.

Ergebnis: die mentale Dauerschlaufe wird durchbrochen und führt zu mehr Klarheit im nächsten Gespräch.


Damit es wirklich greift:

  1. Diese Woche nur einen Reset wählen. Fokus erzeugt Wirkung.

  2. An einen festen Trigger koppeln: z. B. „nach jedem Meeting“ oder „vor dem Einloggen zurück am Arbeitsplatz“.

  3. Klein starten: nur je 2 Minuten, dafür aber konsequent.


Fazit

An vollgepackten Tagen entscheidet nicht die Länge der Pausen, sondern die Qualität der Regulation. Mit einem Mikro-Reset senkst du die Grundanspannung, bleibst klarer und zielgerichteter und reduzierst die mentale Last am Abend.


Aufgabe für diese Woche: Wähle Reset 1, 2 oder 3 und setze ihn jeden Tag mindestens 1x um. Kleine Übung, grosse Wirkung!


Welche Mikro-Resets kannst du empfehlen, die dich jeweils wieder zurück in die Spur bringen?

Kommentare


bottom of page